Einsatzreiches Jahr 2015 für die Gerabronner Feuerwehr

Die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn und zahlreiche Ehrengäste trafen sich in der Gerabronner Stadthalle um einen Rückblick auf das  Jahr 2015 zu werfen.

Stadtbrandmeister Peter Hanselmann gab einen kurzen Überblick über Veranstaltungen und Lehrgängen, die von 101 Mitgliedern der Gesamtwehr absolviert wurden. Insgesamt 64 Einsätze waren im vergangenen Jahr zu verzeichnen.

Sven Dittes, Kommandant der Abteilung Michelbach/Heide berichtete von neun Einsätzen zu denen die Abteilung gerufen wurde und dem Neubau des Michelbacher Gerätehauses, das sich der Fertigstellung nähert. Die Abteilung Dünsbach mit Kommandant Friedrich Reingruber wurde 2015 zu vier Einsätzen gerufen. Der Amlishagener Abteilungskommandant Heiko Guttknecht berichtete von zwölf Einsätzen und der Indienststellung des neuen Einsatzfahrzeuges. Die Gerabronner Hauptabteilung unter Abteilungskommandant Matthias Trumpp hatte mit seinen 43 Wehrmännern 54 Einsätze zu bewältigen. Die größte Herausforderung im abgelaufenen Jahr stellte der Jagsteinsatz während der Sommerferien dar. Über mehrere Tage musste die Jagst, die durch den Brand einer Mühle in einem Kirchberger Teilort mit Düngemittel kontaminiert wurde, belüftet werden. Um die Einsatzkräfte während des andauernden Einsatzes nicht zu überlasten wurden Schichtpläne erstellt, die Verpflegung der Einsatzkräfte und die Beschaffung von Kraftstoffen organisiert. Bis zum Ende des Einsatzes leisteten die Kräfte der Feuerwehr Gerabronn 1.100 Einsatzstunden, 630 Stunden davon durch die Hauptabteilung. Darüber hinaus wurden mit den Fahrzeugen über 1.000km zurückgelegt, knapp 200Schläuche verlegt und über 2.000Liter Kraftstoffe verbraucht.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm lobte in seiner Rede den Einsatz der Feuerwehr. Nicht umsonst habe diese in Umfragen die höchsten Sympathiewerte. Dieses Pensum an freiwilliger Leistung, so Schumm, ließe sich weder finanziell noch anderweitig ersetzen. Was ihm aber bei der teilweise spekulativen Berichterstattung nicht  gefallen habe waren die Aussagen eines einzelnen Redakteurs darüber was man bei dem Löscheinsatz an der Mühle möglicherweise hätte besser machen können. Es  kann nicht sein das jemand ohne fachliche Kompetenz den am Einsatzort agierenden Spezialisten ihren Einsatz erklären will.

Kreisbrandmeister Werner Vogel schloß sich dieser Kritik an und rückte in seiner Rede den Einsatzort "Zukunft" in den Mittelpunkt. Durch den demographischen Wandel unserer Gesellschaft sei die Mitgliedergewinnung überall wo sich Bürgerinnen und Bürger engagieren eine Daueraufgabe. Auf Kampagnen und Pilotprojekte kann deshalb nicht verzichtet werden. Doppelmitgliedschaft, die Kinderfeuerwehr und die Einbindung der Alterskammeraden in den Feuerwehralltag sind nur einige Werkzeuge die zur Neugewinnung und Bindung von Mitgliedern zur Verfügung stehen.  Wichtig sei eine Mannschaft die die zunehmende Vielfalt unserer Gesellschaft wiederspiegelt. Ein inovatives Feuerwehrleben lebt von der Balance zwischen Standards und individuellem Ausprobieren von Ideen. Für ihren 40-jährigen Dienst in der Feuerwehr bekamen Christoph Kurr, Norbert Hartstock, Gerhard Zott und Hermann Renner das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold verliehen. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielt Peter Ruff für 25 Jahre Zugehörigkeit. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Robin Donath, Philipp Herrscher und Martin Scholz befördert, sowie Steffen Kist zum Hauptfeuerwehrmann. Alexander Düring und Christian Schmidt erhielten die Beförderung zum Löschmeister.

Die beförderten Kameraden bei der Hauptverammlung

Die geehrten Kameraden Peter Ruff, Christoph Kurr, Norbert Hartstock mit Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm und

Stadtbrandmeister Peter Hanselmann.

   
 

Belüftungsmaßnahmen an der Jagst im Augst 2015

 Das neue TSF-W der Abteilung Amlishagen